Presse
1957 - 2017:     60 Jahre Kantorei Lörrach
Jubiläumskonzert     am 30.04.2017
  Badische Zeitung: Artikel vom 1.05.2017
  Kantorei Lörrach: Konzert zum 60. Geburtstag     von Roswitha Frey
  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 1.05.2017
  Doppelte Freude zum Fest     von Walter Bronner
  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 5.04.2017
  Kein bisschen in die Jahre gekommen     von Ursula König

Chor- und Orgelmusik von Antonin Dvorak
Abschiedskonzert von Johannes Lang mit der Kantorei Lörrach
  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 30.07.2016
  Johannes Lang wechselt nach Potsdam     von Walter Bronner

  Badische Zeitung: Artikel vom 26.07.2016
  Ein lange nachhallender Abschied     von Grischa M. Freimann
  Der nach Potsdam wechselnde Lörracher Stadtkantor Johannes Lang verabschiedete sich mit einem Dvorak-Programm.
Stadtkantor Johannes Lang, 2016, neue berufliche Aufgabe :

  Institut für Kirchenmusik, Freiburg   9.05.2016

  Potsdamer Neueste Nachrichten:   Artikel vom 6.05.2016
  Der Farbvielfältige     von Klaus Büstrin
Konzert zu Karfreitag 2016:

Ludwig van Beethoven: Oratorium „Christus am Ölberg“
Uraufführung einer Kammerfassung von Konrad Lang

Francis Poulenc: Konzert für Orgel, Streicher und Pauke in g-Moll

  Badische Zeitung: Artikel vom 29.03.2016
  Duett mit Jesus     von Roswitha Frey

  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 28.03.2016
  Passionsdrame mit Seltenheitswert.     von Walter Bronner
Goldener Herbst     2015
„Perlen des Barock“

Dora Szilagyi, Barockvioline;     Ensemble Vocalis Freiburgensis;     Johannes Lang - Cembalo;     Andreas Mölder - Orgel
15.11.2015     -     Johanneskirche, Lörrach-Stetten

  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 17.11.2015
  Mit starkem Eindruck     von Gottfried Driesch

  Badische Zeitung: Artikel vom 19.11.2015
  Ein ökumenisches Fest des reinen Wohlklangs     von Grischa M. Freimann
"Georg Friedrich Händel: „Messiah“"
Leitung: Stephan Böllhof
8.11.2015     -     Kirche St. Peter Lörrach

  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 9.11.2015
  "Meisterhaftes Miteinander"     von Beatrice Ehrlich

  Badische Zeitung: Artikel vom 10.11.2015
  "Düstere Todesschatten"     von Sarah Nöltner
"Gospelchorkonzert, Thomas Gabriel: „Mainzer Messe“ u. a."

Leitung: Johannes Lang und Andreas Mölder,
6.11.2015     -     Kath. Kirche Inzlingen

  Badische Zeitung: Artikel vom 9.11.2015
  "Klangraum Kirche als Resonanzraum der Herzen"     von Sarah Nöltner
"Orgel zu 6 Händen und Füßen"
Highlights aus der Welt der mehrhändigen und -füßigen Orgelmusik

Andreas Mölder, Johannes Lang und Herbert Deininger,
3.11.2015     -     Kirche St. Fridolin Lörrach-Stetten

  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 6.11.2015
  "Sechs Hände und zwei Orgeln"     von Jürgen Scharf

  Badische Zeitung: Artikel vom 6.11.2015
  "Ein grandioses Trio"     von Roswitha Frey
"Felix Mendelssohn Bartholdy: „Paulus“"


Leitung: Johannes Lang, Andreas Mölder
31.10.2016 und 1.11.2015     -     Christuskirche in Lörrach,   Kirche St.Bernhard in Schopfheim

  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 1.11.2015
  "Sakrale Wucht und Brillanz"     von Walter Bronner

  Badische Zeitung: Artikel vom 2.11.2015
  "Berührend und beeindruckend"     von Grischa M. Freimann
"Kleine und große Orgel"
Bezüge zu Mendelssohns „Paulus“

Johannes Lang und Pfarrerin Gudrun Mauvais,
28.10.2015     -     Stadtkirche Lörrach

  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 30.10.2015
 "Romantischer Klangüberfluss"     von Gottfried Driesch
"Eröffnungskonzert"

Cornelia Stäb, Sopran;     Astrid Maintok, Violine;     Herbert Deininger, Orgel
25.10.2016     -     Christuskirche Lörrach

  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 26.10.2015
  "Ohrenschmeichler zum Festival-Auftakt"     von Walter Bronner

  Badische Zeitung: Artikel vom 27.10.2015
  "Ein Appetithappen"     von Grischa M. Freimann
Ankündigung Festival "Goldener Herbst"

25.10.2016 - 15.11.2015

  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 16.10.2015
  "Von gewaltigen Oratorien bis Gospel"     von Gabriele Hauger

  Badische Zeitung: Artikel vom 15.10.2015
  "Breites Band mit ökumenischem Akzent"     von Daniel Gramespacher
Klangraum Kirche
J.S. Bach: Johannespassion
aufgeführt von VivaVoce und dem Orchester "musica poetica" aus Freiburg, am 29.03.2015 in der Christuskirche Lörrach
  Badische Zeitung: Artikel vom 31.03.2015
  "Traurige, meditative Stimmung"     von Grischa Freimann
  Oberbadische Zeitung: Artikel vom 31.03.2015
  "Mit Leidenschaft und Präzision "     von Walter Bronner
Kantoreiabend am 24.01.2015
  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 28.01.2015
  "Paulus" als"Großereignis"
Klangraum Kirche
Trompete und Orgel
aufgeführt am 27.04.2014 in der evangelischen Christuskirche Lörrach,
  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 28.04.2014
  "Schönheit und jazziger Humor"     von Ursula König
Klangraum Kirche
VivaVoce und Jonas Löffler (Gitarre) - Frühlingskonzert: Johannes Brahms u. a.
aufgeführt am 23.03.2014 auf Schloss Bürgeln
und           am 30.03.2014 in der evangelischen Christuskirche Lörrach,
  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 31.03.2014
  "Exquisiter A-cappella-Gesang"     von Walter Bronner
  Badische Zeitung: Artikel vom 04.04.2014
  "Keine Wünsche bleiben offen"
Kantorei - Passionskonzert   2014
Passionskonzert: Carl Heinrich Graun: "Der Tod Jesu"
aufgeführt am 16.03.2014   in der evangelischen Christuskirche Lörrach,
  Badische Zeitung: Artikel vom 19.03.2014
  "Beeindruckende Empfindsamkeit"     von Grischa Freimann
  Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 19.03.2014
  "Mit Passion und Präzision"     von Gerd Rosenkranz
Kantoreiabend   2014

Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 20.02.2014

"Chor und neuer Leiter harmonieren"    

Viva Voce - Passionskonzert   2013
Passionskonzert
aufgeführt am 3.03.2013   in der evangelischen Christuskirche Lörrach,

Badische Zeitung: Artikel vom 5.03.2013

"Passion im doppelten Sinn des Wortes"     von Gabriele Reinhardt
Romantik XXL   November 2012
  Romantik XXL     Chorkonzert
  Aufführungen
  am 11.11.2012 in Schopfheim,
  am 17.11.2012 in Lörrach,
  am 18.11.2012 in Rheinfelden  


  Badische Zeitung: Artikel vom 13.11.2012

  Klangschönheit und Homogenität    von Roswitha Frey

  Oberbadische Zeitung: Artikel vom 13.11.2012

  Forte und Piano im XXL-Format    von Willi Vogl, Schopfheim

  Badische Zeitung: Artikel vom 03.11.2012

  Romantik in ganz großer Besetzung    von Roswitha Frey
Kantoreikonzert   15.01.2012
Chor- und Orchesterkonzert
aufgeführt am 15.01.2012   in der Christuskirche Lörrach

Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 17.01.2012

Nachhall der Weihnachtsfreude
Kantorei Lörrach spielte ein Weihnachtskonzert im Januar mit Werken von Bach, Händel und Saint-Saëns     von Beatrice Ehrlich

Badische Zeitung: Artikel vom 19.01.2012

Überzeugender Lobpreis
Weihnachtsoratorium in der Lörracher Christuskirche.    von Grischa Freimann
Viva Voce - Passionskonzert   2011
Passionskonzert
Heinrich Schütz: „Johannes Passion“
Chor- und Orgelwerke von Kuhnau, Dvorak und Distler

aufgeführt am 22.04.2011   in der evangelischen Stadtkirche Lörrach,
aufgeführt am 17.04.2011   in der evangelischen Stadtkirche Kandern

Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 26.04.2011

"Glockenläuten statt Applaus"     von Ursula König
Passionskonzert in der Stadtkirche Lörrach / Johannes Passion von Heinrich Schütz

Badische Zeitung: Artikel vom 21.04.2011

"Ein spiritueller und musikalischer Hochgenuss"     von Silke Hartenstein
Das Konzert von "Viva Voce" in der evangelischen Stadtkirche Kandern widmet sich der Passion Christi
Kantorei-Konzert   24.10.2010
Chor- und Orchesterkonzert
aufgeführt am 24.10.2010   in der Kirche St. Bonifatius Lörrach

Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 26.10.2010

"Runder Klang von souveräner Hand"     von Beatrice Ehrlich

Badische Zeitung: Artikel vom 27.10.2010

"Söhne aus dem Schatten geholt"     von Roswitha Frey
Kantatengottesdienst zu Pfingsten   2010
Kantaten-Konzert
Johann Ernst Bach: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen“
aufgeführt am 23.05.2010 (Pfingstsonntag)   in der Christuskirche Lörrach

Wochenblatt: Artikel vom 2.06.2010

"Feierliches Konzert in der Christuskirche"     von (xar)
Kantorei Lörrach führte geistliches Konzert von Johann Sebastian Bachs Patensohn auf
Konzert zu Bachs Geburtstag 2010
Chor- und Orchesterkonzert
aufgeführt am 21.03.2010   in der Christuskirche Lörrach

Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 21.03.2010

"Durch Trübsal und Leid zur ewigen Freude"     von Ursula König
Musikalischer Herbst 2009
Chor- und Orchesterkonzert
aufgeführt am 15.11.2009   in der Christuskirche Lörrach

Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 17.11.2009

"Hohe Ansprüche vorbildlich erfüllt"     von Walter Bronner

Badische Zeitung: Artikel vom 17.11.2009

"Eine Psalmvertonung wie ein Sonnenaufgang"     von Karin Steinebrunner
Musikalischer Herbst 2009
Orgelkonzert
aufgeführt am 8.11.2009   in der Kath. Kirche St. Bonifatius, Lörrach

Badische Zeitung: Artikel vom 10.11.2009

"Kritik in Kürze"    
Musikalischer Herbst 2009
Eröffnungskonzert
aufgeführt am 7.11.2009   in der Stadtkirche Lörrach

Die Oberbadische Zeitung: Artikel vom 9.11.2009
"Zwei große Tonschöpfer"    

Badische Zeitung: Artikel vom 9.11.2009
"Interessanter Hörvergleich"     von Roswitha Frey
Musikalischer Herbst 2009
Thematische Einführung

Badische Zeitung: Artikel vom 6.11.2009
"Beim Musikalischen Herbst geht es Schlag auf Schlag"     von Daniel Gramespacher
Musikalischer Herbst 2007 Die Oberbadische Zeitung vom 27. November 2007
OB-Artikel als PDF-Datei

Musikalischer Herbst:     aufgeführt am 25.11.2007   in der Christuskirche Lörrach

Kommentar von Barbara Claus:
"Wie bin ich doch so herzlich froh"
"Das jüngste Gericht":     Abschlusskonzert     "Musikalischer Herbst"        





Zeitungsartikel: Badische Zeitung vom 21. November 2007
BZ-Artikel als PDF-Datei

Musikalischer Herbst:
Buxtehudes Kammermusik,         aufgeführt am 18.11.2007   in der Evang. Kirche Rötteln

Artikel vom 21.11.2007:
K R I T I K     I N     K Ü R Z E
Musikalischer Herbst:
Buxtehudes Kammermusik

Autorin: Karin Stöckl-Steinebrunner

Dietrich Buxtehude als Kammermusik und Cembalokomponist präsentierten Andrea Bergmann, Violine, Adina Scheyhing, Viola da gamba, und Bettina Seeliger, Cembalo, beim Musikalischen Herbst in der gut besuchten Evangelischen Kirche Rötteln in vier Triosonaten im Wechsel mit zwei Cembalosuiten sowie einer Aria mit Variationen für dieses Instrument. Programm wie Besetzung passten schön zu dem intimen kleinen Kirchenraum, die drei Musikerinnen entfalteten einen Ton in- Ton abgestimmten und dennoch flexiblen, in feinen Nuancen differenzierten Klang und ein frisches Spiel mit kräftigen Akzenten und virtuoser Bogentechnik. Die Triosonaten warteten mit einer je eigenen, interessanten Diktion auf. So spielt etwa die Sonata d-moll op.1,6 mit den kompositorischen Mitteln der Imitation und der Echowirkung und lebt den Kontrast aus zwischen lebhaften und verhaltenen Abschnitten. Die Sonata A-Dur op.2,5 hingegen arbeitet mit dem markanten punktierten Rhythmus und stellt im Wechsel die Geige und die Gambe als Soloinstrumente heraus, wobei manche Stellen an die Virtuosität der Vivaldischen Jahreszeiten erinnern. Betonten die drei Musikerinnen mit den Triosonaten die Vielfalt gestalterischer Möglichkeiten, bildeten die beiden Cembalosuiten Bettina Seeligers eher Ruhepole innerhalb des Programms, indem sie die bekannten Charaktere der Tanzsätze ausprägten, aus denen sie sich zusammensetzen, wie die stark figurierte, eher verhaltene Allemande, die forsche, zupackende Courante, die melodiöse, nachdenklich-versonnene Sarabande und die frische, flinke und oft ganz luftige Gigue.
kss

Zeitungsartikel: Die Oberbadische Zeitung vom 21. November 2007
OB-Artikel als PDF-Datei

Musikalischer Herbst:   Kammerkonzert     Dietrich Buxtehude,     aufgeführt am 18.11.2007   in der Evang. Kirche Rötteln

Autorin: Barbara Claus

Zeitungsartikel: Badische Zeitung vom 12. November 2007
BZ-Artikel als PDF-Datei
Schön im Klang, stark im Ausdruck

Hommage á Dietrich Buxtehude: Eröffnungskonzert des „Musikalischen Herbstes“ in Lörrach

(Text: Grischa M. Freimann, Foto: Barbara Ruda)

Als „Hommage á Dietrich Buxtehude“ ist in diesem Jahr der Musikalische Herbst der evangelischen Kirchengemeinde Lörrach konzipiert, und so standen beim Eröffnungskonzert ausschließlich Werke des großen norddeutschen Komponisten auf dem Programm, der vor 300 Jahren starb. Ausführende waren dabei das Ensemble Viva Voce (Kammerensemble der Kantorei) unter der Leitung von Bezirkskantor Herbert Deininger, Instrumentalsolisten und der vielfach preisgekrönte Organist Johannes Lang an der Orgel.
Schon in der ersten der drei gesungenen Kantaten wurden die großen Stärken von Viva voce offenbar: vor allem ist hier die extrem sorgfältige Artikulation zu nennen, die den Zuhörer – zumal in homophonen Passagen – jedes Wort verstehen lässt.Dabeiwird klangschön und ausdrucksstark gesungen, demCharakter des jeweiligen Werkes entsprechend gestaltet. Mit innerer Anteilnahme und gerade deshalb umso größerer Überzeugungskraft wurde die Kantate „Du Friedefürst, Herr JesuChrist“ gesungen, die Bitten um Rettung von Not und Ungemach wurden so beschwörend interpretiert. Mit bewundernswerter Leichtigkeit wurden die melismatischeren Partien genommen. Das Verhältnis zwischen Chor und Instrumentalisten war dabei in der Regel sehr gut ausgewogen.
Nuancen wurden auch in der zweiten Kantate „All solch dein Güt wir preisen“ gestaltet, jubilierend klang das Amen aus. Die umfangreichste der Kantaten war die Kantate „Herzlich lieb hab ich dich, o Herr“ die anfangs von vier Sopranistinnen intoniert wurde, ehe dann auch die anderen Stimmen hinzukamen. Auch hier wurde sehr diszipliniert gesungen, denAnweisungen desDirigenten vorbildlich Folge geleistet. Organisch wurden die Tempi imVerlauf der Kantate variiert, das Orchester (bei den Kantaten spielte Johannes Lang auf der Truhenorgel) spielte souverän, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Andächtig klang die Anrufung „Mein Heiland“, das Versprechen, den Herrn ewiglich preisen zu wollen, schien sich imAmen geradezu zu manifestieren.
Johannes Lang spielte zusätzlich Orgelwerke Dietrich Buxtehudes, der als Organistweit bekanntwar, so dass ihn andere, später auch als Komponisten bekannt gewordene Meister wie Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach aufsuchten. Johannes Lang registrierte die Orgel flexibel und variantenreich, gestaltete die Wechsel zwischen eher nachdenklicheren und strahlend hellen Teilen überzeugend. Die fugierten Teile der Präludien waren äußerst durchsichtig gespielt, übersichtlich jeweils auch in der Gesamtanlage angelegt. Sehr lebendig gestaltete er auch das Präludium G-Dur, das er nicht an der großen Orgel, sondern an der Truhenorgel vorstellte,mit seinen immer wieder überraschenden Generalpausen. Bei dem Orgelwerk „Ach Herr, mich armen Sünder“ wurde die Sündenlast des Menschen geradezu spürbar. Dezent registriert klang gerade dieses eindrückliche Werk lange nach. Einen völlig anderen Charakter hatte dagegen das Präludium g-moll, das entsprechend auch vollkommen anders gestaltet wurde, wobei die unterschiedlichen Passagen in ihrer jeweils eigenen Art herausgearbeitet wurden. Die beiden Fugen fügten sich ganz natürlich in den Gesamtzusammenhang ein, dasWerk wurde so geradezu zu neuem Leben erweckt. Großer Applaus.

Grischa M. Freimann



Zeitungsartikel:


Badische Zeitung vom 21. November 2005
Tief bewegende Gestaltung
Die vereinigten Kantoreien Lörrach und Rheinfelden führen Brahms' "Deutsches Requiem" auf
Die Grenze zwischen Leben und Tod ist vielleicht die, die Menschen am schwersten akzeptieren können. Entsprechend häufig taucht das Thema in Kunst und Musik auf. Auch im Zentrum des "Deutschen Requiems" von Johannes Brahms, zu dem der Komponist selber die biblischen Texte zusammenstellte, stehen die Endlichkeit allen Daseins und der Trost für die Hinterbliebenen. Zum Abschluss des "Musikalischen Herbstes" wurde das bewegende Werk am Samstag in der Christuskirche unter Leitung von Herbert Deininger (und am Sonntag in der Rheinfelder Josephskirche unter Leitung von Rainer Marbach) aufgeführt.
An den Chor stellt das "Deutsche Requiem" als Chorkantate höchste technische und interpretatorische Anforderungen, denen die vereinigten Kantoreien von Lörrach und Rheinfelden jederzeit vollkommen gerecht wurden. Sehr verständlich und einheitlich wurde artikuliert, auch die extrem hohen Stellen wirkten elegant und klangschön. Dabei gestalteten die Kantoreien sehr intensiv, nahmen die unterschiedlichen Stimmungen
des Werks auf, die große innere Anteilnahme am Text war jederzeit zu spüren. Geradezu erschauern ließ die Zuhörer der Trauermarsch "Denn alles Fleisch, es ist wie Gras", stark wurde der Gegensatz zum "Aber des Herrn Wort bleibet" herausgearbeitet. Die Gewissheit der dahinter liegenden Überzeugungen wurde so glaubwürdig vermittelt. Den beiden Kantoreien gelang damit ein ausgesprochen ausgewogener Chorklang, zu dem alle Stimmen gleichermaßen beitrugen.
Gerade beim Ruhepunkt des Werkes, dem tröstlichen "Wie lieblich sind deine Wohnungen" gelang ein inniges Intermezzo. Ebenso überzeugend gelangen die dramatischen Höhepunkte, gerade die große Fuge in dem zunächst unruhigen, dann aber zunehmend jubilierenden Satz "Denn wir haben hie keine bleibende Statt" gelang sehr durchsichtig und klar, wurde so zu einem großen Gotteslob. Als scharfer Gegensatz wurde das geheimnisvolle Raunen des Chores zum kraftvollen, zuversichtlichen Solo des Baritons gestaltet, den Martin Hempel mit sonorer Stimme sang.
Dem Chor glückte sowohl das Wechselspiel mit den Solisten, aber auch die dezente Untermalung der solistischen Partien überzeugend.
Cornelia Winters Solopart in "Ihr habt nun Traurigkeit" war überaus zart gesungen, scheinbar ohne Anstrengung meisterte sie die sehr hohe Partie. Ohne mit Druck zu singen, vermittelte sie die Tröstung, die der Text verspricht, schon durch den Wohlklang ihrer Interpretation. Begleitet wurden Chöre und Solisten souverän von den Prager Philharmonikern, deren Spiel man sich in der ersten Fuge vielleicht etwas dezenter gewünscht hätte, die insgesamt aber großen Anteil an der eindrucksvollen, die Zuhörer tief bewegenden Gestaltung dieses großen Werkes, an dem nur christliche Puristen bemängeln, dass jeder Bezug zur Erlösungstat Christi fehlt, hatten. Keine Zweifel blieben mehr am beruhigenden, geradezu versöhnlichen Ende: "Selig sind die Toten, die in dem Herrn Sterben von nun an." Nach einigen Augenblicken beeindruckten Schweigens erhob sich geradezu euphorischer Applaus nach einer grandiosen Leistung.
Grischa Freimann

Zeitungsartikel: Badische Zeitung vom 2. Dezember 2003
Kultur in der Region
Der Musikalische Herbst endete am Sonntag mit einem hörenswerten Weihnachtsoratorium der Kantorei Lörrach

LÖRRACH. Nicht nur ein jedes Ding hat seine Zeit, auch Interpretationen haben sie. Die Rezeptionsgeschichte des Bachschen Weihnachtsoratoriums zum Beispiel nach dem Zweiten Weltkrieg ist ein Lehrstück bundesdeutscher Befindlichkeit. Große Chöre (wir sangen bei Theo Egel im Freiburger Bachchor mit 150 Choristen) und große Orchester: unbelastete Monumentalität war gefragt. Dann kam die Epoche der englischen Consorts, swinging christmas musste es nun sein. Musikalisch perfekt, doch theologisch so leichtgewichtig, dass selbst noch eingefleischte Atheisten Gefallen daran fanden. Seit einigen Jahren ist nun eine Rückbesinnung im Gange, die begriffen hat, dass diese Musik - trotz vieler Parodien - Gottesdienstmusik für Leipzigs Lutheraner war. Im Trend dieser Rückbesinnung lag auch Kantor Herbert Deiningers Interpretation der ersten drei Kantaten und der sechsten, die er mit der Kantorei Lörrach und dem Orchester musica poeta freiburg einstudiert hatte und am Sonntag als Abschluss des Musikalischen Herbstes in der bis auf den letzten Platz besetzten Christuskirche aufführte.

Während zum Beispiel in Gardiners perfekter Einstudierung so manches eben doch nach - pointiert gesagt - Kling, Glöckchen klingelingeling tönt, verspielt-schön, aber unverbindlich, nimmt Deininger als praktizierender Kantor die Tempi zurück. Sieht man von der rasant schnell genommenen Altarie ("Bereite dich, Zion . . .") ab, taten die tempi iusti dem Werk hörbar gut. Bachs Weihnachtsoratorium ist ja, wir begreifen es wieder, tönende Lesung und Predigt in einem, und da muss Zeit bleiben, dem Gehörten innerlich nachzuhören. Deiningers Interpretation war in musikalischer und theologischer Hinsicht wohltuend sachgerecht, und da dergleichen in Zeiten so oft sich aufschäumender Interpreteneitelkeiten eher die Ausnahme ist, sei "sachgerecht" hier als dickes Kompliment verstanden.

Das Freiburger Orchester spielte engagiert, jederzeit aufmerksam und sensibel, immer das Kammermusikalische betonend. Ausgezeichnet seine Solisten: die drei Trompeter, die Konzertmeisterin und die Flötistin. Die Kantorei sang intonationssicher, klar in der Artikulation und erfrischend beweglich. Der Eingangschor war noch reichlich Bässe-lastig, doch nach ihm blieb der Gesamtklang immer in der Balance, was das Zuhören höchst angenehm machte. Dass die Choräle bewusst vom Text her gesungen wurden, war sicher Deiningers Berufspraxis zu verdanken und betonte den individuellen Bekenntnischarakter.

Das Gesangssolistenquartett war von belebender Unterschiedlichkeit. Der Evangelist Karl-Heinz Brandt verstand sich, so hörte sichs an, in erster Linie als singender Protokollant, und der Bassist Ralf Ernst als sein verinnerlichender Gegenpart, was gelegentlich ("So geht denn hin..." und auch "So recht, ihr Engel . . .") etwas leidenschaftslos klang. Homogen in ihrer Interpretation waren die Altistin Heike Werner und die Sopranistin Dorothea Rieger. Schade, dass das Orchester die Altistin in ihrer ersten Arie so vor sich her trieb, doch die restlichen Partien beider Sängerinnen wurden stimmlich schön und überzeugend. Langer Beifall für eine rundum geglückte Aufführung.

Nikolaus Cybinski

Zeitungsartikel: Oberbadisches Volksblatt vom 25. Januar 2001
Menschen in unserer Stadt
Heute: Herbert Deininger
Bezirkskantor
Von Bernhard Konrad
Herbert Deiningers Beruf hat Tradition, vor allem in Deutschland - und trotzdem können sich nur wenige unter dem Titel "Kantor" etwas vorstellen. "Kantor" kommt von 'cantare', und das bedeutet 'singen'. Der Kantor hat sich also um die Musik in der Kirchengemeinde zu kümmern." , erklärt Herbert Deininger, der den Job in Lörrach vor knapp acht Jahren angetreten hat.
Seither beschäftigt er sich im evangelischen Kirchenbezirk mit den unterschiedlichsten Aufgaben. So ist er gemeinsam mit Pfarrern und Gemeinden für die Schulung von jungenOrgelspielern und zukünftigen Chorleitern zuständig, "denn immerhin soll die Orgel am Sonntag ja in möglichst vielen Kirchen erklingen", sagt Deininger, der als Bezirkskantor immerhin für den Bereich von Rheinfelden über Lörrach bis nach Bad Bellingen betraut ist.
Daneben ist er aber auch in vielfältiger Weise als Berater gefragt: sei es bei der Anschaffung einer neuen Orgel, Personalfragen und manch anderem Problem im Kirchenbezirk. Nicht zuletzt aufgrund des facettenreichen Tätigkeitsspektrums des Bezirkskantors sei das Studium der Kirchenmusik in Würzburg in seinen Ausbildungszielen relativ weit ausgelegt gewesen: Deshalb hat sich Deininger mit dieser Qualifikation nicht begnügt und an der Musikhochschule in Zürich ein Orgelstudium angeschlossen.
Damals habe sich seine Zuneigung zum Markgräfler Land in ersten Zügen entwickelt. Dass Herbert Deininger dann doch erst mal zurück in seine fränkische Heimat ist, lag schlicht daran, dass in Fürth eine Stelle ausgeschrieben war, für deren Besetzung der heute 41-Jährige ausgewählt wurde. Erst als einige Jahre später die Arbeitsstelle in Lörrach vakant wurde, habe er sich in die Region beworben. Hier fühlt er sich wohl, sagt Deininger, auch darum, weil er in den Bibliotheken des benachbarten Basel von Zeit zu Zeit im reichen Bücherfundus der Stadt am Rheinknie stöbern kann.
Er habe sein Hobby zum Beruf gemacht, erzählt Deininger, der schon als Kind in Chören sang, Klavier- und Orgelunterricht bekam. Er schätzt vor allem die Bandbreite seines Berufs: Sonntags spielt er vor allem in Stadt- und Christuskirche die Orgel. Neben der Ausbildung des Nachwuchses leitet Deininger in Lörrach Kantorei und Kinderkantorei. Sängerinnen und Sänger verschiedener Gemeinden hat er im Ensemble "Viva Voce" vereint. Neuerdings leitet er auch den Schaffhausener Oratorienchor. Die Aufgabenstellungen wechseln täglich, aber das sei das reizvolle am Beruf: heute vor dem Kinderchor, morgen gemeinsam mit einem professionellem Ensemble.
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